Historie / Entstehung Preußen RacingTeam Berlin
Eine Übersicht über die Entstehung des Preußen Racing Team Berlin
Eigenes Rennboot
Der Vorstand des MYCP beschloss, ein eigenes Rennboot für die Teilnahme an der Formel ADAC zu kaufen, um es talentierten Nachwuchs-Fahrern aus der eigenen Jugend zur Verfügung zu stellen.

Externe Fahrer
Da zur bevorstehenden Saison 2010 die eigenen Jugendlichen noch zu jung waren, öffnete man das Angebot der Bootsnutzung für externe Fahrer. Mit Jens Westphal aus Wildau (bei Berlin) konnte ein Fahrer gewonnen werden, dem als Erstlizenznehmer der Einstieg in den Motorbootrennsport ermöglicht wurde.

Jens Westphal
Als absoluter Neuling hinter dem Steuer eines Rennbootes fuhr Jens Westphal der Konkurrenz nicht nur hinterher. Er belegte nach dem ersten Renn-Wochenende der Saison auf dem Stausee Oberwald in Hohenstein-Ernstthal einen beachtlichen 11.Platz.

Jens Westphal
Am zweiten Renn-Wochenende in Brodenbach auf der Mosel wurde er jedoch bereits im ersten Sprintrennen an einer Wende durch einen mehr als waghalsigen Überholversuch eines Konkurrenten ohne eigenes Verschulden gerammt.
Mit glücklicherweise „nur“ einigen Prellungen am Körper aber einem sehr stark beschädigten Boot war für ihn das Rennen beendet.
Die Reparatur des Bootes sollte bis zum „Heimspiel“ auf der Regatta-Strecke in Berlin-Grünau erfolgen. Doch leider kam es in Kriebstein zu einem tödlichen Rennunfall, der zur Folge hatte, das in Grünau kein regulärer Rennbetrieb in dieser Klasse ausgetragen wurde. In Folge dieses Unfalls wurde das Sicherheitskonzept der Rennboote der Formel ADAC durch die Verantwortlichen in Frage gestellt und eine grundlegende Reform für die nächste Saison beschlossen.
Da mit dieser Reform die Anschaffung eines völlig neuen Bootes notwendig wurde, stellte der Club die noch ausstehenden abschließenden Reparaturen am eigenen Boot ein, um die Mittel lieber in ein neues Rennboot zu investieren.
Damit war für unseren Fahrer eine sehr unglückliche Rennsportsaison endgültig vorzeitig beendet.

neues Formel-ADAC-Rennboot
Im Oktober wurden vom ADAC die Weichen für die neue Formel ADAC gestellt. Die Firma Molgaard-Racing entwarf nach den Wünschen der Verantwortlichen ein neues Formel-ADAC-Rennboot und baute einen ersten Prototyp. Im November lud der ADAC die potenziellen Fahrer der Saison 2011 zu einem Testwochenende ein, um das neue Boot vorzustellen und auch gleich für Testfahrten zur Verfügung zu stellen.

Mike Szymura
Der MYCP hatte mittlerweile in dem 17-jährigen Clubmitglied Mike Szymura einen Fahrer für die kommende Saison gefunden. Mike hatte schon einige Erfolge im Nachwuchsbereich vorzuweisen (Hinweis auf Vita in Rubrik „Rennfahrer“) und versuchte sich nun in der Formel ADAC. Er fuhr bereits eine Saison mit einem eigenen Boot in dieser Klasse und stand nun aufgrund der Reform ebenfalls ohne Boot da. Zusammen mit dessen Vater Peter Szymura, der mit einer großen Portion Eigenleistung die Anschaffungskosten für das neue Boot etwas niedriger halten konnte, beschloss man den Kauf des neuen Bootes. So kam Mike zu einem Boot für die kommende Saison und der Club zu einem neuen Club-Rennboot zu deutlich günstigeren Konditionen als ursprünglich befürchtet.
Bereits bei den Testfahrten im November auf der Maas fuhr Mike mit dem neuen Boot beeindruckende Rundenzeiten und Endgeschwindigkeiten. Da kündigte sich schon an, was der Konkurrenz in der nächsten Saison blühen würde...

Saison 2011
In der Saison 2011 war alles neu. Neues Boot, neuer Fahrer. Mike Szymura betrieb das MYCP-Rennboot mit seinem „Powerboat Racing Team Berlin“ und fuhr unter der Flagge des MYCP.
Dabei legte er zum Saisonauftakt auf der Mosel in Brodenbach einen Traumstart hin. Er gewann das Zeittraining, das Sprintrennen und auch alle drei Hauptrennen an diesem Wochenende, was ihm zum Auftakt der Saison die maximal mögliche Punktzahl von 120 einbrachte.
Beim zweiten Rennwochenende konnte diese Leistung fast wiederholt werden. Wieder wurde das Zeitraining gewonnen. Im Sprintrennen kam er „nur“ als Zweiter ins Ziel, um dann aber wiederum alle drei Hauptrennen für sich zu entscheiden und damit den Vorsprung in der Meisterschaft gegenüber der Konkurrenz erneut auszubauen.

Saisonauftakt 2011
Auch beim „Heimspiel“ in Berlin-Grünau konnte Szymura erneut alle Rennen gewinnen und war damit fast schon uneinholbar in der Meisterschaft.
Beim Saisonfinale in Lauffen am Neckar ging es Mike dann ruhig und besonnen an, ließ seinen Hauptkonkurrenten Kim Lauscher aus Löningen ziehen und fuhr souverän den Gesamtsieg in der Formel ADAC ein.
Nach einer „Pleiten-Pech-und-Pannen-Saison“ 2010 konnte der MYCP sich nun über Mikes Deutsche Meisterschaft freuen und kann damit für zukünftige Aufgaben ein „Meisterboot“ sein Eigen nennen.
Im Nachgang zur Saison 2011 entschied sich Mike Szymura für einen Wechsel in eine andere Bootsklasse. Anstatt seinen Titel nach einer überlegenen Saison in der Formel ADAC zu verteidigen, suchte er die Herausforderung und wagte den Aufstieg in die „Formel ADAC Masters“.
Damit war das MYCP-Rennboot für die Saison 2012 wieder frei für einen neuen Fahrer...

Gründung des Preußen Racing Team Berlin
Als Rahmen für die zukünftigen Rennsportaktivitäten des MYC Preußen wurde das „Preußen Racing Team Berlin“ begründet. Hauptbestandteil wird das clubeigene Rennboot sein, das unter dieser Team-Bezeichnung in Zukunft mit den jeweiligen Fahrern an den Läufen der Formel ADAC teilnimmt. Darüber hinaus werden hier zukünftig unter der Leitung des Vorstandes/Sportleiters des Clubs alle Maßnahmen koordiniert, die der Unterstützung des Motorbootrennsports und speziell der Preußen-Rennfahrer dienen.
Als erste markante Neuerung wurde das Rennboot mit einem überarbeiteten Design versehen.
Nach der Sondierung einiger Talente entschied sich der Club, unserem Clubmitglied und Rennfahrer Jens Westphal, bekannt aus der Saison 2010, das Boot für einen zweiten Anlauf im Motorbootrennsport zur Verfügung zu stellen.
Und die neue Saison fing auch gleich erfolgreich an: Am ersten Rennwochenende auf dem Halbendorfer See bei Weißwasser in Sachsen konnte Jens auf Anhieb auf einen beachtlichen dritten Platz vorfahren.
Nach einer dann jedoch glücklosen und unkonstanten Saison verließ Jens den Club und versuchte sich dann unter anderen Bedingungen in anderen Rennklassen.

Motorsportneuling Sascha Schäfer
Anfänglich gelang es dem Club nicht, ein passendes Talent zu gewinnen. Während der laufenden Saison ergab sich dann in Gesprächen mit befreundeten Teams die Gelegenheit einem „Neuen“, der sich beim „Race Cat Germany Powerboat Team“ um ex-Fahrer Gerald Beranek das Cockpit mit enem Teampartner teilen musste, ein eigenes Boot zur Verfügung zu stellen.
So kam der Motorsportneuling Sascha Schäfer mitten in der Saison zum Preußen RacingTeam und konnte sich so noch die letzten zwei Rennen an das neue Boot gewöhnen, um dann in der nächsten Saison richtig anzugreifen.
Das erste Rennen in Grünau begann dann zwar gleich mit einem ordentlichen Crash, bei dem Sascha sogar aus dem Wasser und das sinkende Boot geborgen werden musste, aber man schaffte doch tatsächlich, alles wieder hin zu bekommen, um beim nächsten Lauf wieder anzutreten.
Und da zeichnete sich dann auch schon ab, was der Konkurrenz im nächsten Jahr blühen sollte...

Logo des Preußen RacingTeam Berlin
Mittlerweile führen alle Rennfahrer des MYCP das Logo des Preußen RacingTeam Berlin auf ihren Booten, um so ihre Zugehörigkeit zu demonstrieren.
Die Mitgliedschaft im MYCP bzw. im Preußen RacingTeam Berlin bringt aber auch ganz pragmatische Vorteile mit sich, wie Vergünstigungen und Erfolgsprämien.

Turtle-Test
Zu Beginn des Jahres wurde vom Club ein ausgemustertes Formel 500-Rennboot angeschafft und zur Durchführung von Turtle-Tests präpariert.
Im Mai erhielt der Club vom Deutschen Motoryachtverband die Anerkennung und den Auftrag, zukünftig neben dem bisherigen einzigen Anbieter in Deutschland ebenfalls offizielle Turtle-Tests im Rahmen der Lizensierungsverfahren durchzuführen.
Im Juni wurde der erste offizielle Turtle-Test erfolgreich durchgeführt.

ADAC Motorbootcup Saison 2014
Im ADAC Motorbootcup begann die Saison 2014 auf der Mosel in Traben-Trarbach gleich mit einem Paukenschlag: Sascha Schäfer gewann alle Sprint- und Hauptrennen in der Formel ADAC und setzte sich mit der maximal möglichen Punktzahl an die Spitze der Meisterschaft.
Da er auch in den folgenden Läufen des ADAC Motorbootcups in Brodenbach (Mosel) sowie auf der Kriebstein-Talsperre immer unter die ersten Drei fuhr, führte er die Meisterschaft zur Halbzeit der Saison weiterhin an und kam so als Spitzenreiter zu seinem „Heimrennen“ nach Berlin-Grünau, wo er seine Spitzenposition mit dem Gesamtsieg ausbauen konnte. Da Sascha auch im nächsten Rennen in Rendsburg einen guten zweiten Gesamtplatz einfuhr und damit seinen Meisterschaftsvorsprung festigte, reichte ihm beim Saison-Finale in Düren ein sicher eingefahrener vierter Platz, um den Gesamtsieg einzufahren.

Gewonnene Meisterschaft in der ADAC Masters
Parallel dazu holte unser „ex-Talent“ Mike Szymura, der auf unserem Boot 2011 diesen Wettbewerb gewann, die Meisterschaft in der ADAC Masters. Damit schloss das Preußen RacingTeam Berlin eine maximal erfolgreiche Saison in den ADAC-Rennbootklassen ab mit zwei Meistern, die beide aus unserer Nachwuchsförderung hervorgingen.
Noch während der Meisterfeier beschlossen wir gemeinsam, dass Sascha die nächste Saison weiter im Boot des Preußen RacingTeams fahren wird, um einerseits seinen Titel zu verteidigen und andererseits vor allem weiter Rennerfahrung zu sammeln und sich weiter zu entwickeln, um dann 2016 den Aufstieg in die Formel 4/ADAC Masters zu wagen.

Gute Platzierungen in Kriebstein
Die Saison als Titelverteidiger begann für Sascha mit äußerst durchwachsenen Ergebnissen. Nicht nur, dass mit Maximilian Stilz vom Racingteam Rhein-Neckar ein Konkurrent als scheinbar unschlagbarer Dominator dieser Saison den ersten Platz für sich „gepachtet“ hatte, auch der eigenen Motor schwächelte und so musste sich Sascha mit der Konkurrenz auf den hinteren Plätzen herum schlagen. Wenn der Motor nicht mehr die volle Performance bringt, hilft auch kein fahrerisches Können mehr weiter. Was Sascha sich in den Kurven mühsam erarbeitete, verpuffte auf der nächsten Geraden sofort wieder, da ihm die anderen einfach davon fuhren. So konnte der Titelverteidiger in den ersten Rennen nicht vorne mitfahren, erkämpfte sich aber unter den gegebenen Bedingungen noch beachtliche Mittelfeld-Platzierungen. Nach den Mosel-Rennen in Traban-Trarbach und in Brodenbach entschieden wir, unserem Boot vor dem nächsten Lauf in Lorch am Rhein einen „frischen“ Motor zu verpassen. Und prompt mischte Sascha mit seinem tollen Team wieder vorne mit, fuhr fast in jedem Lauf aufs Podium und kämpfte sich auch im nächsten Rennen auf der Talsperre in Kriebstein in der Meisterschaft kontinuierlich nach vorne.
Beim Heimrennen in Berlin gelang ihm sogar als einziger in dieser Saison, den Meisterschaftsführenden Max Stilz, der sonst alle (!) Läufe der Saison gewinnen konnte, in zwei der vier Läufen zu schlagen.
Dazu gibt es noch eine nette kleine Anekdote: Der Teamchef von Max Stilz hatte dem wiedererstarkten Sascha vor den Rennen in Berlin in einer Wette angeboten, dass er im Falle eines Sieges gegen „seinen Dominator“ Max den restlichen Tag in der Teamkleidung des Preußen RacingTeams auflaufen würde. Nach seinem Sieg im zweiten Sprintrennen vor Max winkte Sascha dem Teamchef schon beim Auskranen mit einem dunkelblauen Team-Shirt entgegen, das er siegessicher im Boot mit sich führte, und zum Anziehen übergeben.

Gruppenbild mit beiden Teamchefs
Mit den guten Ergebnissen beim Heimrennen konnte Sascha sich in der Meisterschaft auf den zweiten Platz vorarbeiten, den er dann bis zum Saisonende festigte und schließlich mit der Vize-Meisterschaft noch einmal erfolgreich abschloss.
Schließlich gab er das Boot nach der Saison an den Club zurück und plant nun seine motorsportliche Zukunft.
Schließlich gab er das Boot nach der Saison an den Club zurück und plante eine motorsportliche Zukunft im eigenen Rennboot.

Startplatz in der Formel 1
Für die Saison 2016 konnten wir keinen Fahrer für das Preußen-Boot gewinnen. Auch Saschas Pläne für den direkten Aufstieg in die ADAC Masters kamen ins Stocken, weshalb er sich erstmal mit einem Jahr „Zwangspause“ zufrieden geben musste.
Dafür gelang es unserem ehemaligen Nachwuchsfahrer Mike Szymura endlich, einen Startplatz in der Formel 1 zu besetzen. In seiner ersten Saison in der Königsklasse des Motorbootrennsports konnte er trotz häufiger technischer Probleme sein fahrerisches Können aufblitzen lassen und einige WM-Punkte sammeln.

jüngster Teilnehmer im ADAC Motorbootcup
Zur neuen Saison hatten wir mit Marvin Liehr wieder einen Fahrer für unser Preußen-Boot. Er kommt aus dem Jugendsport und hat schon einige Jahre Motorsporterfahrung aus dem Schlauchbootslalom sowie der Jugendrennbootklasse GT-15.
Marvin wagte -unterstützt durch sein Familienteam- im Boot des Preußen RacingTeams den Schritt in den Rundstreckenrennsport als jüngster Teilnehmer im ADAC Motorbootcup.
Die guten Ergebnisse seiner Debüt-Saison brachten ihm die Motorboot-Rennsportmeisterschaft des ADAC Berlin-Brandenburg ein, d.h. er war in der abgelaufenen Saison der erfolgreichste Rennbootfahrer des ADAC in Berlin-Brandenburg.

ADAC-Meisterschaftsehrung
Marvin Liehr (li.) und Uwe Brettschneider bei der ADAC-Meisterschaftsehrung beim ADAC Saisonfinale
Vize-Meister hinter Marvin wurde unser „alter Hase“ der Formel ADAC Masters Uwe Brettschneider, der die gesamte Saison über neben seinem eigenen aktiven Rennsport noch intensiv Marvin und dessen Team betreute und ihnen auf und neben dem Rennplatz mit Rat und Tat beistand.
Ein weiteres Beispiel für die gut vernetzte Zusammenarbeit und Unterstützung innerhalb des Preußen RacingTeams war der Einsatz von Mike Szymura, der beim Motorbootrennen in Berlin-Grünau für Marvin und sein Preußen RacingTeam als „Radioman“ fungierte und Marvin über Funk wertvolle Tipps während der Trainingseinheiten und Rennläufe vermittelte.
Auch ex-Preußen-Nachwuchsfahrer Sascha Schäfer kehrte nach einjähriger Abstinenz in den Rennsportzirkus zurück und startete 2017 mit einem eigenen Boot in der Formel ADAC Masters für das Preußen RacingTeam.

Rückzug des ADAC aus dem Rennbootsport
Eine einschneidende Entscheidung für den Motorbootrennsport in Deutschland war der komplette Rückzug des ADAC aus dem Sport. Die bisherigen Rennbootklassen „ADAC Motorbootmasters“ und „ADAC Motorbootcup“ wurden nicht mehr ausgeschrieben.
Der Deutsche Motoryachtverband (DMYV) übernahm die Fortführung im Rahmen seiner nationalen Sporthoheit und schrieb ab der Saison 2018 als Nachfolge für die auf der UIM-Rennklasse Formel 4 basierenden „ADAC Motorbootmasters“ eine „Internationale Deutsche Meisterschaft in der Formel 4“ aus.
Die exklusiv für den „ADAC Motorbootcup“ gebauten Katamarane, die sich in ihrem Konzept und Aufbau stark an den F4-Booten orientierten und quasi eine kleinere Version der F4 darstellten, ohne tatsächlich einer offiziellen UIM-Formelklasse zu entsprechen, wurden nun als Formel 5 bezeichnet und ab 2018 national vom DMYV „Deutsche Meisterschaft in der Formel 5“ ausgetragen. Diese Rennklasse gibt es nirgendwo anders in dieser Form als Einstiegsklasse in den Motorbootrennsport der Katamaran-Klassen.
In der F4 konnte Uwe Brettschneider direkt zur Deutschen Vizemeisterschaft fahren, während unser Nachwuchsfahrer in der Deutschen Meisterschaft der F5 im Preußenboot einen gesamtdritten Platz einfuhr.


Erfolge in der Formel R-1000
In der Formel R-1000 konnten die Preußen-Fahrer Peter Heibuch und Ulf Stute als Doppelspitze die Deutsche Meisterschaft gewinnen. Vor Vizemeister Ulf Stute konnte sich Peter Heibuch die Deutsche Meisterschaft sichern und wurde dazu auch noch Vize-Europameister.
F1-Pilot Mike Szymura konnte seinen Weg in der Formel 1 leider nicht fortsetzen und legt in dieser Saison eine Rennpause ein, um zukünftig in der Formel 2 anzutreten.

Das letzte "normale" Jahr im Rennsport
Vorjahres-Vizemeister Uwe Brettschneider hatte die ganze Saison mit vielen technischen Problemen zu kämpfen und beendete die Saison 2019 auf dem 10. Platz. Unser Nachwuchspilot Marvin Liehr konnte dagegen auch in seiner dritten Saison im Preußen-Rennboot wieder aufs Podest fahren und wurde noch einmal Deutscher Vizemeister in der Formel 5.
Mike Szymura kehrte nach einem Jahr Pause auf den Rennplatz zurück und versuchte sich in der Formel 2, wo er nach diversen technischen Problemen die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM) auf einem 8. Platz beendete.


Wieder erfolgreich in der Formel R-1000
Wie schon im Vorjahr konnten in der Formel R-1000 die Preußen-Fahrer Peter Heibuch und Ulf Stute als Doppelspitze die Deutsche Meisterschaft gewinnen.
Die Tochter des Deutschen Vizemeisters Ulf Stute, Friederike Stute versuchte sich als Co-Pilotin in der Rennbootklasse P-750, welche zu zweit auf einem Schlauchboot-Katamaran mit einem 70PS-Außenbordmotor gefahren wird, und wurde auf Anhieb Internationale Deutsche Meisterin.


Der Zusammenbruch des Rennsports dank „Corona"
Wegen der COVID-19-Situation wurden 2020 keine Deutschen Meisterschaften ausgetragen!
Auch international fanden kaum Motorbootrennen statt und sämtliche Preußen-Fahrer mussten durch ein Jahr Zwangspause.
In Folge einer gewissen Perspektivlosigkeit, verbunden mit Entwicklungen im persönlichen Umfeld, traten viele Rennfahrer vom aktiven Rennsport zurück. So verlor das Preußen RacingTeam u.a. in der F-R1000 Peter Heibuch. Gleichzeitig verloren wir unseren Jugendleiter und F4-Piloten Uwe Brettschneider, der einer schweren Krankheit erlag.
Marvin Liehr entschied sich, nach drei sehr erfolgreichen Jahren in der F5 das Preußen-Rennboot zurückzugeben und mit einem eigenen Boot in die F4 aufzusteigen. Dafür konnte er das Siegerboot des Engländers Ben Jelf, mit dem dieser die IDM in der F4 in 2019 gewann, erstehen.

Weiterhin „Pause“ im Motorbootrennsport
Wegen der COVID-19-Situation wurden auch 2021 keine Deutschen Meisterschaften ausgetragen!
Die Rückkehr zum Rennsport
Nach zwei Jahren Pandemie bedingter Rennpause konnten endlich wieder national wie international Rennveranstaltungen ausgetragen werden.
Während der Corona-Pause konnte der Club mit Lukas Gutschmidt einen neuen Nachwuchspiloten für das Preußen-Rennboot gewinnen. Leider entschied Lukas kurz vor Beginn der Saison, dass er doch lieber gleich sein Glück in der F4 versuchen will und stellte uns das Boot kurz vor Saisonbeginn wieder vor die Tür. In der Kürze der Zeit konnte nun kein neuer Nachwuchspilot gefunden werden und so stand das Preußen-Rennboot in der Saison 2022 zum ersten Mal ungenutzt herum.
Marvin Liehr belegte in seiner ersten richtigen F4-Saison den 7. Platz.

Die Rückkehr zu alten Erfolgen
Für das Preußen-Rennboot ab es in der Formel 5 ein Novum. Es wurde erstmalig von einem Team pilotiert. Die Brüder Pierre-André und Leroy Lösch wurden in der Vorsaison Deutscher Meister und Vizemeister in der GT-30 und hatten den Traum, einmal in die Katamaranklassen aufzusteigen. Man entschied für die erste Saison, als Team das Boot in wechselnder Nutzung zu teilen. Gleich auf Anhieb fuhren sie in der DM zum Vizemeistertitel.
Marvin Liehr konnte ebenfalls einen Podestplatz einfahren und wurde Dritter in der DM der F4.
Ulf Stute belegte in seiner letzten aktiven Rennsaison noch einmal einen 4. Platz in der EM-Serie der Formel R-1000 und zog sich dann vom Rennsport zurück.


Preußen RacingTeam jetzt auch in den O-Klassen vertreten
Mit Ingo Hepner und Thomas Trabitzsch sind zwei Piloten aus den O-Klassen (O= Outboard, Zweitkt-Außenborder, die nach Hubraum gestaffelt in mehreren Klassen fahren) zum Preußen RacingTeam gestoßen, die unter unserer Flagge in den WM-Serien sowie Europameisterschaften starten.
Während Thomas Trabitzsch in der F-125 (1-Zylinder-Zweitakt-Außenborder mit 125 ccm) über die gesamte Saison mit technischen Problemen zu kämpfen hatte und am Ende in der Weltmeisterschaft den 12. Platz sowie bei der EM den 9. Platz belegte, konnte Ingo Hepner in der F-250 (2-Zylinder-Zweitakt-Außenborder mit 250 ccm) gleich groß auftrumpfen.
Sowohl in der Weltmeisterschaft als auch bei der Europameisterschaft sicherte er sich jeweils die Bronzemedaille der UIM für hervorragende 3. Plätze. Dazu wurde er am Saisonende noch Deutscher Meister.
In der F4 hatte Marvin Liehr im ersten Lauf viel Pech. Da die Saison nur aus zwei Läufen bestand, konnte er die Scharte auch mit einem Podestplatz im zweiten und letzten Rennen nicht mehr auswetzen und musste sich in der Meisterschaft mit einem 5. Platz zufriedengeben.
Die Lösch-Brüder trennten sich, um jeweils eine komplette Saison fahren zu können. Leroy bekam ein anderes Boot gestellt und fuhr darin auf den 4. Platz der DM in der F5, während Pierre-André im Preußen-Rennboot seinen Erfolg der Vorsaison wiederholen konnte und erneut Deutscher Vizemeister wurde, bevor er das Boot nach zwei sehr erfolgreichen Jahren an den Club zurückgab.


Ein Ausblick
Die Proprider-Piloten Hepner und Trabitzsch treten erneut in der Welt- und Europameisterschaft an.
Deutsche Rennen wird es nicht geben, wobei der WM-Zirkus (sogenannte „Hydro-GPs“) der UIM in 2025 auch in Deutschland Station macht und einen WM-Lauf vom MRC Berlin in Bad Saarow auf dem Scharmützelsee ausrichten lässt.
In der F4 werden in 2025 wohl ebenfalls keine Rennen bzw. keine Meisterschaft vom DMYV ausgeschrieben. Unser F4-Pilot Marvin Liehr überlegt, ob er alternativ an den WM-Läufen der F4 im Ausland teilnimmt.
In der F5 ist voraussichtlich eine Deutsche Meisterschaft mit drei Läufen in Planung. Als Nachfolge für die Lösch-Brüder konnten wir erstmalig eine Pilotin gewinnen. Friederike Natschke, 16 Jahre jung, nahm in der Saison 2024 als Lizenzneuling in der F5 teil und wurde Zweite in der „Rookie“-Wertung für die besten Neueinsteiger.
Mit der grandiosen Unterstützung aus ihrem familiären Umfeld sind wir gespannt, wie sie sich in der kommenden Saison schlagen wird.

